Foto: Achim Hertzke
Foto: Achim Hertzke

Fundstellen der Einzeltier-Nachweise bis heute (s. Link oben)

 

 Hintergrundinformationen des LANUV:

Mit der Rückkehr des Wolfes beschäftigt sich das Land schon seit 2010. In einem beim LANUV eingerichteten Arbeitskreis „Wolf in NRW“ erarbeiten Wissenschaftler, Naturschützer, Jäger, Schafhalter, Forstleute und Behörden ein Konzept für den Fall der eigenständigen Rückkehr des Wolfes und tauschen unterschiedliche Interessen aus. Das Land hat auf Anregung des Arbeitskreises ein Verfahren für die Entschädigung von Nutztierrissen entwickelt und Wolfsberaterinnen sowie Wolfsberater ausgebildet. Zwei vom Land finanzierte „Herdenschutzsets“ mit Elektronetzen für die schnelle Sicherung von Schafherden bei einem möglichen Wolfsbesuch sind angeschafft worden. Ein Aussetzen von Wölfen ist weder erforderlich, noch vorgesehen. Die Rückkehr des Wolfes stellt für eine dicht besiedelte Region wie Nordrhein-Westfalen auch eine Herausforderung dar, denn die Menschen müssen nach mehr als einem Jahrhundert wieder lernen, mit dem Wolf zu leben. „In Deutschland genießt der Wolf den höchst möglichen Schutzstatus nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Die Jagd auf Wölfe ist daher verboten“, erläuterte Dr. Matthias Kaiser, Leiter der im LANUV angesiedelten Arbeitsgruppe „Wolf in NRW“. „Der Wolf wurde im 19. Jahrhundert in nahezu allen Regionen vor allem durch menschliche Bejagung stark dezimiert, in West- und Mitteleuropa fast vollständig ausgerottet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts steht der Wolf unter internationalem Schutz und die Bestände erholen sich teilweise.“ Wolf meidet den Menschen Aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte kann festgestellt werden, dass Angriffe von gesunden freilebenden Wölfen auf Menschen in Deutschland nicht dokumentiert sind. Der im Forstamt Ostwestfalen Lippe für das Thema Wolf zuständige Revierförster Dieter Wortmeier ergänzte: „Wölfe sind extrem scheu. Es ist überaus selten, dass Spaziergängerinnen und Spaziergänger einen Wolf aus der Nähe zu Gesicht bekommen.“ Falls es doch dazu kommen sollte, werden folgende Verhaltensregeln empfohlen: * Nicht versuchen, Wölfe anzufassen oder zu füttern. * Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben. * Langsam zurückziehen, wenn man den Abstand vergrößern will. * Man kann einen Wolf vertreiben, indem man ihn laut anspricht, in die Hände klatscht und mit den Armen winkt. * Bei eventuellen Sichtungen eines Wolfes, diese direkt an die zuständigen Behörden oder den zuständigen regionalen Wolfsberatern melden. Beim Landesumweltamt (LANUV) können rund um die Uhr alle Luchs- und Wolfssichtungen gemeldet werden unter 02361-305-0. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende bei der Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV unter 0201-714488. Letzter Wolf in NRW wurde 1835 erlegt Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Ein genaues Aussterbejahr lässt sich allerdings nicht mehr genau rekonstruieren. 1835 wurde in Ascheberg-Herbern (Westfalen) das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen NRW dokumentiert, im Rheinland Ende des 18. Jahrhunderts bei Hilden. Aus dem Winter 1963/1964 soll es einen Abschuss eines einzelnen Wolfes in NRW bei Bergheim gegeben haben. Über die Herkunft des Tieres ist hingegen nichts bekannt. Der erste belegte Wolfsnachweis konnte 2009 bestätigt werden, als ein Wolf aus Nordhessen die Grenze von NRW (Kreis Höxter) überquerte. Dieser Wolfsrüde hatte seit 2006 im Reinhardswald in Hessen gelebt und war im April 2011 tot aufgefunden worden.

Wildkatzen sollen sich in Nordrhein-Westfalen wieder ausbreiten

Düsseldorf, 15.06.2012 – Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wird in den nächsten drei Jahren mit Unterstützung des NRW-Umweltministeriums die Waldgebiete um den Nationalpark Eifel für die Wildkatze optimieren. Die Eifel beherbergt mit etwa 1.000 Tieren eines der größten Wildkatzenvorkommen Deutschlands. Landesvorsitzender Paul Kröfges: „Wir wollen diese bedeutende Wildkatzenpopulation mit unserem Projekt stärken und weiter vergrößern, damit Wildkatzen aus der Eifel in die umliegenden Wälder einwandern und sie wieder besiedeln.“

 

Ein Ziel des Projektes ist, dass die Lebensweise der Wildkatze bei der forstlichen Bewirtschaftung künftig stärker berücksichtigt wird. Die Risiken speziell für Jungkatzen bei forstlichen Maßnahmen wie der Abfuhr von Holzstämmen oder Mahd von Waldwiesen können auf diese Weise vermindert werden. Artenschutz und Ökonomie sind hier sehr gut miteinander vereinbar.

Die Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen erfolgen im Rahmen des bundesweiten BUND-Projekts „Wildkatzensprung“. Dabei sollen auch in den Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen in den kommenden Jahren neue Waldverbindungen entstehen und bestehende Wälder ökologisch verbessert werden. Langfristiges Ziel des Projektes ist, ein Netzwerk verbundener Waldgebiete von 20.000 Kilometern Länge in Deutschland zu schaffen. Das Projekt gilt damit als eines der größten Naturschutzvorhaben Europas.

Wir bewahren Vielfalt

Allein in Deutschland gibt es etwa 70.000 verschiedene Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Diese biologische Vielfalt bildet die Grundlage allen Lebens – auch die unserer Existenz. Und sie ist gefährdet. Die „Roten Listen der bedrohten Arten“ sind zum Gradmesser des Verlustes geworden. Über 7.000 Tierarten gelten in Deutschland als gefährdet oder sind sogar vom Aussterben bedroht.

Wildkatze, Grashüpfer, Biene, Eisvogel, Fotos: BUND, A. Thomet, A. Thomet, BUND


Wir bauen diesen Bereich gerade auf.....

 

 

Ein Verein, der sich insbesondere mit dem Igelschutz beschäftigt: www.pro-igel.de

Nach PLZ suchbare Adressen von speziellen Igelstationen unter www.pro-igel.de/igel-links/adressen.html

Weitere Tipps, auch wie Sie Ihren Garten zum Igelgarten (um-)gestalten können, finden Sie hier: Igelschutz-Interessengemeinschaft e.V. www.igelschutz-ev.de

Eine Seite von interessierten Laien, mit hilfreichen Tipps und auch mit Gerüchten um und Märchen mit dem Igel www.igelhelfer.de

Tipps u.a. zum Bau eines Freigeheges zur Auswilderung von Igeln finden Sie hier: Igelzentrum Zürich www.izz.ch

Auch hier Tipps zum Umgang mit dem Igel bei der Igelhilfe Berlin www.igelhilfe.de 

Suche

Über den Umgang mit einzelnen Wölfen informiert ab heute der „Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe“. Dieser Wolfsmanagementplan gibt Auskunft über die rechtliche Situation rund um das Thema Wolf, dokumentiert die bisherige Entwicklung in NRW und zeigt Zuständigkeiten, Handlungsfelder und konkrete Hilfen für Tierhalter im Falle eines Wolfnachweises auf.

Der nordrhein-westfälische Wolfsmanagementplan orientiert sich ebenso wie vergleichbare Pläne anderer Bundesländer an dem bereits 2007 von Bundesamt für Naturschutz veröffentlichten Fachkonzept „Leben mit Wölfen“. Der Managementplan wurde vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) erarbeitet. Der Prozess wurde begleitet und die Inhalte vorab diskutiert beim Arbeitskreis „Wolf in NRW“. In dem Arbeitskreis erarbeiten Wissenschaftler, Naturschützer, Jäger, Schafhalter, Forstleute und Behörden ein Konzept für den Fall der eigenständigen Rückkehr des Wolfes und tauschen unterschiedliche Interessen aus. Auf Anregung des Arbeitskreises wurden so zum Beispiel vorab ein Verfahren für die Entschädigung von Nutztierrissen entwickelt und Wolfsberaterinnen sowie Wolfsberater ausgebildet.

Sechste Wolfssichtung bestätigt Nach den Wolfssichtungen vier und fünf seit den Ostertagen konnte nun eine sechste Sichtung eines einzelnen Wolfs nachgewiesen werden. Im Kreis Paderborn wurde am 30. März 2016 ein Wolf in der Nähe der Ortschaft Borchen auf der L776 von einem PkW erfasst, konnte aber selbstständig weiterlaufen. Die Auswertung von Haarproben hat nun bestätigt, das es sich bei dem angefahrenen Tier um einen Wolf handelte. Bei den beiden Verdachtsfällen Im Februar und März dieses Jahres auf einen möglichen Wolfsriss im Oberbergischen Kreis ist nun bestätigt, das in beiden Fällen ein Hund der Verursacher war. Der Verdacht auf einen Riss durch einen Wolf konnte also nicht bestätigt werden. Wolf meidet den Menschen Aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte kann festgestellt werden, dass Angriffe von gesunden freilebenden Wölfen auf Menschen in Deutschland nicht dokumentiert sind. Wölfe sind vielmehr extrem scheu und meiden üblicherweise den Menschen, wie auch das Video des Jung-Wolfes in Gütersloh zeigt. Falls es doch dazu kommen sollte, dass z. B. Spaziergänger einen Wolf aus der Nähe zu Gesicht bekommen werden folgende Verhaltensregeln empfohlen: Nicht versuchen, Wölfe anzufassen oder zu füttern. Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben . Langsam zurückziehen, wenn man den Abstand vergrößern will. Man kann einen Wolf vertreiben, indem man ihn laut anspricht, in die Hände klatscht und mit den Armen winkt. Bei eventuellen Sichtungen eines Wolfes, diese direkt an die zuständigen Behörden oder den zuständigen regionalen Wolfsberatern melden.

Beim Landesumweltamt (LANUV) können rund um die Uhr alle Luchs- und Wolfssichtungen gemeldet werden unter 02361-305-0. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende bei der Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV unter 0201-714488.

Postionen einiger BUND- Landesverbände